GZ-Bericht

Abschied von den grauen Plätzen
Tennisabteilung des MTV Brunonia Harlingerode stellt Weichen für die Zukunft ihrer Anlage an der Planstraße
Von Berit Nachtweyh

HARLINGERODE. Große Entscheidungen brauchen ihre Zeit. Auch während einer Jahreshauptversammlung. Für die Tennisabteilung des MTV Brunonia ging es am Freitagabend einmal mehr um nichts Geringeres als die Zukunft ihrer Anlage.

Vorsitzender Helmut Flaig hatte die Mitglieder aufgerufen, die Weichen zu stellen.
Um das, was die Versammlung im Anschluss beschließen sollte, auch noch ein Stück weit begleiten zu können, erklärte sich Vorsitzender Flaig während der turnusgemäßen Vorstandswahlen zu einer Wiederwahl bereit. In zwei Jahren will Helmut Flaig den Vorsitz der Tennisabteilung dann aber abgeben, kündigte er an. Ihm zur Seite stehen bis dahin Ronald Pitzek als Vize, Angelika Marth als Kassenwartin, Bettina Homann als Sportwartin, Arlett Schau als Datenwartin, Roswitha Blendermann als Jugendwartin sowie Dirk Rüffer im neu geschaffenen Amt als Beauftragter für Veranstaltungen und Breitensport.
Personell gerüstet wollten die mehr als 30 Mitglieder des Vereins, die zur Jahreshauptversammlung gekommen waren, gewissermaßen eine bessere Grundlage für ihren Sport in Harlingerode bereiten: Nach dem Aus für die Vision eines grollen Tennisparks für beide Tennisvereine ging es am Freitag schlicht darum, wie es denn auf den Plätzen an der Planstraße nun weitergehen soll. Der Verein hatte bei der Stadt 68 600 Euro für die Instandsetzung ihrer vier Spielplätze beantragt. 30 000 Euro waren im Haushalt 2009 veranschlagt worden. Das aber reicht nicht für alle Plätze, wenn die Sanierung einer Anlage mit 12 000 Euro zu Buche schlägt.
Nun war es an der Versammlung zu entscheiden, ob die oberen oder die unteren Plätze zurechtgemacht werden sollen. Es war eine Entscheidung zwischen „ganz schlecht“ und „nicht ganz so schlecht“ — darin steckte eine Menge Diskussionsbedarf. Zumal der Verein nicht sicher sein kann, ob die verbleibenden 38 000 Euro, die er bei der Stadt für 2010 wieder beantragen will, denn auch vom Rat genehmigt werden. Mehrheitlich entschied sich der Verein dafür, ab Herbst die unteren beiden (nicht ganz so schlechten, und wegen der Lage beliebteren) Tennisplätze einer Grundsanierung zu unterziehen. Sie wechseln dann auch die Farbe: Aus grau wird rot.
Das also war entschieden. Nun ging es noch um die Frage eines eigenen Klubheims auf dem Gelände. Ob die Tennisabteilung überhaupt eines braucht, und wenn ja, in welcher Größe. Grundsätzlich war der Verein für ein eigenes „Sommerhaus“, weil es dem Vereinsleben zuträglich ist. Finanziert werden könnte es zum großen Teil aus dem eigenen angesparten Finanzpolster des Vereins. Auch darüber herrschte nach ausführlicher Diskussion mehrheitlich Einigkeit. Uber alles Weitere wollten die Mitglieder nach dreistündiger Sitzung nicht mehr entscheiden

Mit der Maus über das Bild fahren